Das Hünengrab vor Missunde


Die Großsteinanlage von Missunde

Grabanlage aus der jüngeren Steinzeit (Ganggrab) erbaut 2900 - 2600 von Chr. Die Anlage war ursprünglich mit einem aufgeschüttetem Hügel von ca. 35 m Durchmesser überdeckt. Die 6,25 m lange Kammer bestand früher aus 11 Trag- und 4 Decksteinen und war unterteilt. Der ebenfalls mit Steinen abgedeckte Zugang war fast 7 m lang.

Die Erbauer solcher Gräber gehörten zur so genannten Trichterbecherkultur. Es war die bäuerliche Bevölkerung Schleswig-Holsteins, die Landwirtschaft und Viehzucht betrieb. Als Beigaben für die Verstorbenen waren Keramikgefäße und Geräte aus Stein üblich.

     

Das Hünengrab von vorn und der Seite gesehen.

    

Der Innenraum der Grabkammer.

     

Am Fuß der Anhöhe steht ein Denkmal der Schlacht von 1864. Auf der Tafel ist zu lesen: Nach einem Jahrhundert Zwist zwischen verwandten Völkern sei diese Gedenkstätte erneuert als Mahnung zu brüderlicher Nachbarschaft.
Gleich nach dem Kampf um den Schleiübergang bei Missunde ließ das 2. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 15 für seine 20 Gefallenen eine gusseiserne Platte in der Rendsburger Carlshütte anfertigen und brachte sie an.


Siehe auch der Missunder Prahm, die Koseler Kirche und Ornumer-Mühle,